Geschichte des Volleyballsports
Die Vorgängerspiele des Volleyball existierten während der Römerzeit bereits als "Trigon"
indem man einen Hohlball in einem Dreieck schlug. Später folgte das in Italien weiterentwickelte
"Pallone". Da das Spielgerät relativ schwer war, behalf man sich durch einen Armschutz, der
"bracchiale" genannt wurde. Aus diesem Wort entstand, so die Überlieferungen, das deutsche Wort
"pritschen".
In den jungen Vereinigten Staaten wurde vor allem "Peteca" und das heute noch bekannte "Indiaca"
gespielt. Daraus leitete 1896 der Pädagoge und sportliche Leiter des Christlichen Vereins Junger
Männer, William G. Morgan in Holyoke (US-Bundesstaat Massachusetts), das Spiel, das er ursprünglich
"Mintonette" nannte, ab. 1896 wurde es zum ersten Mal am YMCA-College vorgestellt, wo vier Jahre
zuvor das Basketballspiel erfunden wurde. Der Name in "Volleyball" wurde von Dr. A. T. Halstedt
anlässlich eines Turniers in Kalifornien umbenannt.
Morgan wollte ein Spiel erfinden, welches zur Erholung und Entspannung beiträgt und auch von
verschiedenen Altersgruppen gespielt werden kann. Er legte Wert auf Geschicklichkeit und Beweglichkeit,
nicht aber auf eine ausgeprägte, konditionell anspruchsvolle Laufarbeit.
Verhinderung von Aggressionen und Verletzungen durch räumliche Teilung der Mannschaft waren weitere Ziele,
die erfolgreich umgesetzt wurden.
Verbreitet wurde das Spiel vor allem durch einen Aspekt: In Springfield wurden die Sportsekretäre der
YMCA-Schulen ausgebildet. Diese trugen maßgeblich zur schnellen Verbreitung bei. So spielte man Volleyball
in Kanada, Kuba, Puerto Rico, Uruguay, China, Japan und in vielen andere Ländern bevor 1949 die ersten
Weltmeisterschaften stattfanden. Zwei Jahre zuvor wurde der Weltvolleyballverband (FIVB) gegründet, der
heute mehr als 200 Länder als Mitglieder zählt. Der Deutsche Volleyball Verband wurde 1955 mit Sitz in
Frankfurt/Main gegründet. Zum Programm der olympischen Spiele gehört es seit 1964.
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